Viele Autohausbetriebe stehen aktuell vor einem scheinbaren Paradox: Die Werkstatt ist voll, die Auftragsbücher gut gefüllt und trotzdem bleibt am Monatsende kaum etwas übrig. Steigende Personalkosten, ineffiziente Prozesse und zu niedrig angesetzte Verrechnungssätze führen dazu, dass selbst ausgelastete Betriebe wirtschaftlich unter Druck geraten.
Die zentrale Frage lautet: Ab wann arbeitet Ihre Werkstatt wirklich rentabel?
Eine erste Antwort liefert der Kostendeckungspunkt (KDP). Eine betriebswirtschaftlich fundierte Kennzahl, die zeigt, ab welchem Stundensatz Ihre Erlöse exakt Ihre Kosten decken. Wer seinen KDP kennt, kann Preisuntergrenzen präzise kalkulieren, wirtschaftlich kritische Leistungen identifizieren und gezielt gegensteuern.
Was ist der Kostendeckungspunkt (KDP)?
Der KDP, auch als Break-even-Point bekannt, markiert den Punkt, an dem die Erlöse einer Kostenstelle exakt alle angefallenen Kosten decken. Ab diesem Punkt arbeitet die Werkstatt ohne Gewinn oder Verlust. Liegt der verrechnete Stundensatz darüber, wird ein Gewinn erzielt. Liegt er darunter, entstehen Verluste.
Beispiel:
Gesamtkosten im Quartal: 120.000 €
Verkaufte Stunden: 1.200 h
KDP = 120.000 € / 1.200 h = 100 €/h
Wird dem Kunden z. B. nur 95 €/h berechnet, entsteht pro Stunde ein Verlust von 5 €. Auf ein Quartal gerechnet summiert sich das auf 6.000 € Verlust.
Praxis-Tipp: Wie Sie Ihren KDP korrekt nach SKR51 berechnen, welche Datenquellen Sie dazuführen müssen und wie eine Case Study in der Praxis aussieht, erfahren Sie im Guide.
Warum der KDP mehr ist als eine Kennzahl
Der KDP zeigt nicht nur, ob eine Werkstatt wirtschaftlich arbeitet. Er wird zur zentralen Steuerungsgröße, wenn man ihn intelligent einsetzt. Zum Beispiel:
- Welche Leistungen verursachen Verluste?
- Wo sind Stundensätze zu niedrig angesetzt?
- Welche Prozesse verursachen zu hohe Gemeinkosten?
KDP allein reicht nicht: Warum Datenqualität entscheidend ist
Der KDP kann nur so präzise sein wie die Daten, auf denen er basiert. In der Praxis zeigt sich: Viele Werkstätten kalkulieren auf Basis veralteter oder unvollständiger Informationen.
Wichtige Datenquellen sind unter anderem:
- FACT.xml-Datensatz aus der Finanzbuchhaltung
- GWVS des Herstellers
- DSMARIA-Datensatz zur Abrechnungsanalyse
- Anzahl der verkauften Stunden
Wie Sie den Kostendeckungspunkt exakt berechnen zeigen wir Ihnen in unserem Guide: Kostenkalkulation
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Fazit
KDP verstehen ist gut, richtig anwenden ist besser
Der Kostendeckungspunkt ist der Einstieg in die betriebswirtschaftliche Steuerung Ihrer Werkstatt. Aber erst in Kombination mit regelmäßiger Auswertung, klarer Kostenstruktur und systemgestützter Analyse wird er zum echten Steuerungshebel.
Sie wollen tiefer in das Thema eintauchen? Dann laden Sie sich den Guide zum KDP herunter. Dort erfahren Sie:
- Wie Sie den KDP nach SKR51 exakt berechnen
- Wie Sie stille Verluste erkennen
- Mit welchen Maßnahmen Sie Ihre Wirtschaftlichkeit gezielt steigern
Nur wer seine Kosten kennt, kann profitabel steuern. Wir von bekumoo zeigen Ihnen wie es geht.
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