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Škoda Gewährleistungs-Verrechnungssatz: Warum viele Betriebe jedes Jahr Geld verschenken
February 17, 2026

Škoda Gewährleistungs-Verrechnungssatz: Warum viele Betriebe jedes Jahr Geld verschenken

Bei Škoda erfolgt die Erhöhung des Gewährleistungs-Verrechnungssatzes nur auf Antrag und viele Betriebe verschenken dadurch jährlich Marge. Wer Produktivität, Kostendeckungspunkt und Plausibilitätskriterien nicht aktiv steuert, riskiert stille Ergebnisverluste im Service.

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Inhalt

Škoda Gewährleistungs-Verrechnungssatz: Warum viele Betriebe jedes Jahr Geld verschenken

Viele Škoda-Servicepartner verlieren Jahr für Jahr bares Geld. Nicht wegen fehlender Auslastung oder mangelnder Produktivität, sondern weil ein entscheidender Antrag nicht gestellt wird.

Gemeint ist der Antrag zur Erhöhung des Gewährleistungs-Verrechnungssatzes (GWVS).

Ein Thema, das im Tagesgeschäft oft liegen bleibt und das mit spürbaren wirtschaftlichen Folgen.

Was den GWVS bei Škoda besonders macht

Im Gegensatz zu anderen Konzernmarken funktioniert die Anpassung des GWVS bei Škoda nicht automatisch.

Während bei VW, Audi oder VW Nutzfahrzeuge regelmäßig systemseitig neue Verrechnungssätze vorgeschlagen werden, gilt bei Škoda:

Ohne Antrag – keine Erhöhung.

Und dieser Antrag hat es in sich.

Wenn ein Betrieb zusätzlich Karosserie und Lack abrechnet, müssen bis zu 63 Felder ausgefüllt werden, unterteilt in:

  1. Werkstattdaten des gesamten Kundendienstes: 18 Felder
  2. Abrechnungsinformationen der Marke Škoda: 16 Felder
  3. Kundendienst gesamt (alle Marken): 29 Felder

Das bedeutet in der Praxis:

  1. hoher Zeitaufwand für Serviceleitung oder Geschäftsführung
  2. geringe Transparenz, wie aus den Daten der neue Satz berechnet wird
  3. Unsicherheit, ob die beantragte Erhöhung (max. 8 % pro Jahr) genehmigt wird

Kein Wunder also, dass der Antrag im Alltag oft aufgeschoben wird.

Warum der Antrag im Tagesgeschäft liegen bleibt

Aus eigener Erfahrung im Autohaus wissen wir:

Zwischen Mitarbeiterführung, Kundengesprächen, Herstellerthemen und operativem Druck bleibt für solche Anträge schlicht keine Zeit.

Der Effekt ist schleichend:

  1. Der Antrag wird von Monat zu Monat vertagt
  2. Ein Jahr vergeht
  3. Der GWVS bleibt auf einem Niveau, das längst nicht mehr kostendeckend ist

Gerade bei Gewährleistungsarbeiten, die ohnehin nicht vollständig produktiv oder frei kalkulierbar sind, wiegt das besonders schwer.

Die wirtschaftlichen Folgen eines zu niedrigen GWVS

Wenn schon nicht jede Gewährleistungsstunde voll beeinflussbar ist, dann sollte zumindest der Verrechnungssatz stimmen.

Ein Praxisbeispiel aus unserer Beratung zeigt, wie groß der Hebel sein kann:

Ein Betrieb arbeitete seit 2005 mit einem GWVS von 57 €.

Über mehrere Jahre hinweg wurden keine Anpassungen beantragt.

Erst über einen strukturierten Stufenplan konnte der Satz Schritt für Schritt wieder auf ein wirtschaftlich tragfähiges Niveau angehoben werden.

Das Beispiel zeigt: Nicht die einzelne Erhöhung entscheidet, sondern die Konsequenz, das Thema überhaupt aktiv zu steuern.

Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen

Eine Erhöhung wird nicht automatisch genehmigt. Škoda prüft die Plausibilität der eingereichten Daten sehr genau. Zu den zentralen Kriterien gehören:

  1. Produktivitätsgrad: über 82 %
  2. Verhältnis produktive zu unproduktiven Mitarbeitenden: mindestens 1 : 1,3
  3. Plausibilität zwischen beantragtem GWVS, Kostendeckungspunkt (KDP) und VS II
  4. Der neue GWVS muss kostendeckend und betriebswirtschaftlich nachvollziehbar sein

Gerade diese Zusammenhänge sind für viele Betriebe schwer greifbar und ein häufiger Grund für Ablehnungen oder nicht ausgeschöpfte Potenziale.

Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist

Der ideale Zeitpunkt für die Prüfung und Vorbereitung des Antrags ist jetzt:

  1. Grundlage für die Berechnung sind die Kosten des letzten Wirtschaftsjahres
  2. Mit den vorliegenden Monatsabschlüssen liegt die notwendige Datenbasis vor
  3. Wer zum 01.01.2025 die letzte Erhöhung erhalten hat, kann bis Ende September den nächsten Antrag stellen
  4. Damit lässt sich bereits eine Anpassung zum 01.01.2026 sichern

Wer diesen Zeitraum verstreichen lässt, verliert erneut ein ganzes Jahr.

Fazit

Ein nicht beantragter GWVS ist ein stiller Ergebnisverlust

Viele Škoda-Servicepartner arbeiten wirtschaftlich sauber, sind gut ausgelastet – und verschenken dennoch Marge, weil der Gewährleistungs-Verrechnungssatz nicht aktiv gesteuert wird.

Der GWVS ist keine Formalität, sondern eine zentrale Stellschraube für die Servicewirtschaftlichkeit.

Wir unterstützen Sie dabei,

  • die Plausibilitätskriterien sauber zu prüfen
  • den Antrag strukturiert vorzubereiten
  • und die bestmögliche Erhöhung für Ihren Betrieb zu realisieren

Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, welches Potenzial in Ihrem GWVS steckt.

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